
Vertrauen und sozialer Zusammenhalt
gewinnen an Bedeutung
Aktionsgruppe „Sozialkapital“ bei LH Durnwalder/gesamtpolitische Aufgabe
Gerade in Zeiten der Globalisierung gewinnen gegenseitiges Vertrauen und der soziale Zusammenhalt eine wachsende Bedeutung, betont die Aktionsgruppe, die sich kürzlich mit Landeshauptmann Luis Durnwalder traf.
Überall dort, wo Menschen zueinander in Beziehung treten, entsteht soziales Kapital. Das gilt im Kleinen genauso wie im Großen, in der Familie, zwischen Freunden, im Verein, in der Gemeinde, am Arbeitsplatz. Mit Sozialkapital ist der Zusammenhalt einer Gemeinschaft gemeint, das gegenseitige Vertrauen, aber auch gemeinsame Werte und Ziele. In Gesellschaften, die über ein hohes Sozialkapital verfügen, beteiligen sich Menschen am öffentlichen Leben, sie engagieren sich nicht nur für private, sondern auch für öffentliche Belange und es gibt ein dichtes Netz sozialer Beziehungen, das gerade in schwierigen Situationen greift.
Davon profitiert die Wirtschaft, weil Gesellschaften mit einem hohen Sozialkapital produktiver und innovativer sind. Davon profitiert aber auch jeder einzelne: Menschen mit viel Sozialkapital finden leichter eine Arbeit, sie sind weniger krank und sie leben länger. Wie das finanzielle Kapital muss auch das soziale Kapital immer wieder erneuert, gepflegt, neu hergestellt und erarbeitet werden. Und das ist eine Aufgabe, die alle gesellschaftlichen Bereiche betrifft.
Bei dem Treffen mit Landeshauptmann Luis Durnwalder vertraten die Gesprächsteilnehmer die Ansicht, dass es für Innovation, wirtschaftlichen Wohlstand, Gesundheit und Lebensqualität nicht nur Kapital in Form von Geld, Immobilien und Maschinen braucht, sondern auch ‚soziales Kapital’. „Angesichts der immer knapper werden Ressourcen ist es wichtig, den Zusammenhalt in den Familie, in den Dörfern und in den Vereinen zu erhalten und zu fördern, denn die zwischenmenschlichen Beziehungen tragen entscheidend zu Sicherheit und Wohlbefinden bei“, sagte Landeshauptmann Durnwalder, der der Aktionsgruppe seine vollste Unterstützung zusagte.
Ziel der Aktionsgruppe ist es, das Thema „Sozialkapital“ einer breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen. Ein erster Schritt war die Tagung im Februar, die unter dem Motto stand: “Zukunftsfaktor Sozialkapital – Voraussetzung für Integration, Wohlstand und Sicherheit”. Jetzt geht es darum, dass auf unterschiedlichen Ebenen die Bedeutung des „sozialen Kapitals“ für den Wohlstand und das Wohlbefinden der Menschen erkannt wird.
Mitglieder der „Aktionsgruppe“ sind: Florian Zerzer (Ressort für Familie, Gesundheit, Familie und Sozialwesen), Franz Plörer und Martina Vieider (Stiftung Vital), Werner Pramstrahler (AFI), Karl Tragust und Reinhard Gunsch (Abteilung Sozialwesen), Armin Gatterer (Abteilung Deutsche Kultur), Antonio Lampis (Abteilung Italienische Kultur), Georg Leimstädtner (Dachverband für Soziales und Gesundheit), Urban Perkmann (WIFO) und Susanne Elsen (Freie Universität Bozen).

