Im Rahmen des Interreg-Projektes "insieme sano-gemeinsam gesund" zwischen Südtirol und Graubünden hat der Gemeinderat von Vahrn im Herbst 2010 beschlossen, das Projekt Gesunde Gemeinde gemeinsasm mit fünf anderen Südtiroler Gemeinden umzusetzen. 
"Vahrner Dorfcafe"
Veranstaltung für Bewohner der Elisabethsiedlung und des LöwenviertelsMit dem ersten Vahrner Dorfcafe sollten vor allem BürgerInnen zu Wort kommen, die in den beiden Vierteln Elisabethsiedlung und Löwenviertel wohnen. Der Hintergrund ist jener, dass die Steuergruppe Gesunde Gemeinde dieses Mal das Ohr speziell auf die Bedürfnisse dieser legen wollte. Engagierte BürgerInnen leisteten der schriftlichen Einladung des Bürgermeisters Folge und erarbeiteten gemeinsam in verschiedenen Tischrunden Themen und Inhalte, die für sie und ihre Lebensqualität wichtig erschienen. Das Ergebnis, eine breite Palette an möglichen Projekten, bilden nun die Grundlage für die Weiterarbeit der Steuergruppe. Es wird im Folgenden vor allem darum gehen, weitere BürgerInnen dafür zu aktivieren, selbst und aktiv an der Gestaltung der beiden Wohnviertel mitzuwirken und dadurch ihr Lebensumfeld mitzugestalten.
Annie Kainzwalder Öttl, Sozialreferentin und Leiterin der Steuergruppe Gesunde Gemeinde, zeigte sich überrascht über die kreativen Ansätze und Lösungsvorschläge und freute sich auf die spannende Weiterarbeit.



Werkstatt für Lebensqualität in Vahrn
Was sind die Stärken der Gemeinde Vahrn, und was sind Bereiche, die noch verbessert werden können?
Diese Fragen stellten sich rund 20 Personen im Rahmen des Workshops unter dem Titel „Werkstatt für Lebensqualität Vahrn“ im Mehrzweckraum in Neustift. Ziel war es, Handlungsfelder für das Projekt „Gesunde Gemeinde“ zu identifizieren und gemeinsam zu schauen, welche Personengruppen in Vahrn die erarbeiteten Themen am meisten betreffen.
In gemeinsamen Gesprächen und auf kreative Art und Weise wurde gemeinsam diskutiert, Anregungen wurden reflektiert und es entstand ein reger Diskussionsaustausch. Das Ergebnis war eine Fülle an gemeindespezifischen Themen, die wesentlich zur Lebensqualität im Dorf beitragen und die Inhalt des Projekts „Gesunde Gemeinde“ sein werden. Begleitet wird das Projekt Gesunde Gemeinde, das über fünf Jahre geht, von der Stiftung Vital. Die Werkstatt für Lebensqualität war der erste Schritt einer mehrstufigen Bedarfserhebung, die im Rahmen eines grenzüberschreitenden Interreg IV-Projektes zwischen der Autonomen Provinz Bozen und dem Kanton Graubünden in der Gemeinde Vahrn durchgeführt wird.
Das Projekt läuft unter Regie einer Steuergruppe, der die Gemeindereferentin Anni Kainzwaldner Öttl vorsteht. „Es ist wichtig, dass wir gemeinsam mit der Bevölkerung von Vahrn schauen, wo der Schuh drückt und wo es Verbesserungen braucht“, unterstreicht die Verantwortliche. „Es gibt viele Probleme, die für die Allgemeinheit auf dem ersten Blick nicht sichtbar sind, aber doch einige Büger/innen und ihre Lebensqualität beeinträchtigen. Hier möchten wir ansetzen und einen Beitrag leisten, damit es sich für alle Bürger/innen in Vahrn gut leben lässt“, so Kainzwaldner Öttl. Weitere Mitglieder der Steuergruppe sind Dagmar Gitzel, Margaret Pfattner Seeber, Kathi Unterleitner und der Gemeindereferent Dietmar Pattis.

Einstimmiges "Ja" für die Gesundheit
In seiner Sitzung hat sich der Gemeinderat von Vahrn einstimmig dafür ausgesprochen, als Pilot-Gemeinde - gemeinsam mit vier weiteren Südtiroler Gemeinden - im Interreg-Projekt „Insieme sano – gemeinsam gesund“ zu starten. Primäres Ziel des Projektes wird es sein, die Gesundheit und die Lebensqualität vor Ort zu erhöhen sowie Initiativen zu lancieren, die nachhaltig der Gesundheit der Bürger/innen zugute kommen. Projektpartner auf Schweizer Seite ist das Gesundheitsamt Graubünden, das seinerseits das Projekt in fünf Graubündner Gemeinden und mit der Zielgruppe Senioren umsetzt.Mit diesem grenzüberschreitenden Projekt sollen bestehende Synergien genutzt und neue geschaffen werden, den Gemeinden soll ein internationaler Austausch ermöglicht werden und es soll eine Plattform zur Verfügung stehen, die gegenseitiges Lernen ermöglicht.
Der Vahrner Bürgermeister Andreas Schatzer und die zuständige Referentin Anni Kainzwaldner Öttl begrüßten dieses Projekt, „denn es bietet die Möglichkeit, verschiedene Bevölkerungsschichten zusammen zu bringen, Gemeinschaft zu stiften und die Identität mit der Gemeinde zu stärken“, so die Gemeindevertreter.
Lead-Partner im Interreg-Projekt ist die Abteilung für Gesundheit und Soziales, die operative Umsetzung liegt bei der Stiftung Vital. Sie wird die Gemeinden während der gesamten Projektdauer begleiten und unterstützen und sie nach Ablauf der zwei Jahre im Rahmen des Regel-Betriebes Gesunde Gemeinde weiter betreuen.

Dr. Martina Vieider