Eine Gesunde Gemeinde sein, wo Lebensqualität und Wohlbefinden groß geschrieben werden: Dies ist das Ziel in Truden, wo der Gemeinderat Anfang 2011 das Projekt Gesunde Gemeinde einstimmig befürwortet hat. 

Trudner Dorfgespräch
Neu-TrunderInnen denken gemeinsam über die Zukunft der Gemeinde nachWas sind die Stärken der Gemeinde Truden, die unbedingt erhalten werden sollten? Und wo herrscht Handlungsbedarf, was kann in der Gemeinde verbessert werden? Mit diesen Fragen setzte sich kürzlich auf Einladung des Bürgermeisters und der Stiftung Vital eine Gruppe von 20 Trudnerinnen und Trudner auseinander.
Das Besondere dabei war, dass es sich um Neu Hinzugezogene BürgerInnen handelte. „Gerade als frischer TrudnerIn hat man noch eine bestimmte Außensicht auf den Dingen“, unterstrich Bürgermeister Edmund Lanziner, „diese Sicht gilt es aufzugreifen, denn sie ist wichtig und kann auf blinde Flecken hinweisen, so Lanziner.“ Unter dem Titel „Trudner Dorfgespräch“ und im Rahmen des Projekts Gesund Gemeinde bot dieser Abend den „neuen“ TrudnerInnen eine besondere Gelegenheit, das Dorf etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und gemeinsam und im Dialog neue Perspektiven und Ideen zu entwickeln. Dabei spielten die Themen Mobilität und Verkehr genauso eine Rolle wie Dorfgemeinschaft, Kommunikation und Information.
Die Sozialreferentin und Projektverantwortliche „Gesunde Gemeinde“ Daniela Montagna zeigte sich erfreut über den hohen Zulauf und die intensiven Gespräche und Auseinandersetzungen: „Ich bin selbst vor Jahren neu nach Truden gezogen und kenne die Schwierigkeiten, mit denen man am Anfang konfrontiert wird.“, so Montagna. Deshalb sei es ihr ein besonderes Anliegen, auch die NeubürgerInnen zu Wort kommen zu lassen. Die Gemeinde Truden ist im Frühjahr 2011 mit dem Projekt Gesunde Gemeinde gestartet. Anhand einer Reihe von verschiedenen Veranstaltungen ist es das Ziel dieser ersten Projektphase, eine Situationsanalyse durchzuführen und zu schauen, wo der Bedarf der
BürgerInnen liegt. Die Ergebnisse aller Veranstaltungen münden in einem Fragebogen, der an alle TrudnerInnen verteilt wird und wo es um die Lebensqualität in der Gemeinde gehen wird.


Truden auf dem Weg
zur Gesunden Gemeinde
Gemeinde Truden startet Interreg-IV Projekt „Gemeinsam gesund“ in Zusammenarbeit mit Stiftung Vital
Was sind die Stärken der Gemeinde Truden, und was sind Bereiche, die noch verbessert werden können? Mit diesen Fragen beschäftigten sich kürzlich rund 15 Trudner/-innen in der sog. „Werkstatt für Lebensqualität“. Dadurch fiel der Startschuss für das grenzüberschreitende Interreg-Projekt „Gemeinsam gesund“ mit dem Kanton Graubünden, das von der Stiftung Vital begleitet wird.
In Gesprächen und auf kreative Art und Weise wurde gemeinsam diskutiert, Anregungen ausgetauscht und Ideen reflektiert. Teilnehmer der Werkstatt für Lebensqualität waren 15 Trudner/-innen, die der Einladung der Steuergruppe Gesunde Gemeinde unter der Leitung von der Sozialreferentin Daniela Montagna gefolgt waren. Das Ergebnis war eine Fülle an Themen, die wesentlich zur Lebensqualität im Dorf beitragen und die im fünfjährigen Projektverlauf aufgegriffen werden können.
Die Werkstatt für Lebensqualität war der erste Schritt einer mehrstufigen Bedarfserhebung, die im Rahmen des grenzüberschreitenden Interreg IV-Projektes zwischen der Autonomen Provinz Bozen und dem Kanton Graubünden durchgeführt wird.
„Es war ein sehr bereichernder Nachmittag mit vielen, zum Teil neuen Themen“, so Daniela Montagna. Auch der Trudner Bürgermeister und Mitglied der Steuergruppe Gesunde Gemeinde Edmund Lanziner zeigte sich erfreut über den konstruktiven Austausch und die zahlreichen Ideen: „Vieles in der Gemeinde läuft schon sehr gut, vor allem in den letzten Jahren hat sich die Gemeinde sehr gut entwickelt. Nichts desto trotz kann man sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen und muss ständig an der Weiterentwicklung arbeiten“, so Lanziner. Er freue sich auf den weiteren Projektverlauf und warte mit Spannung auf die Ergebnisse. Weitere Mitglieder der Steuergruppe Gesunde Gemeinde sind Michael Epp, Johanna Kalser Stuppner, Betty Dagostin und Franz Gabrielli. Weitere Gemeinden, die sich auf Südtiroler Seite am Projekt beteiligen, sind St. Martin in Passeier, Taufers, Vahrn und Abtei.



Einstimmiges Ja für Gesunde Gemeinde
Einstimmig sprach sich der Gemeinderat von Truden in seiner letzten Sitzung für das Projekt Gesunde Gemeinde aus. In einem Zeitraum von fünf Jahren wird die sog. Steuergruppe unter Anleitung der Sozialreferentin Daniela Montagna die Projektumsetzung begleiten und betreuen."In Truden soll sich jeder wohlfühlen und wir als Gemeinde sind dafür verantwortlich, die optimalen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen", unterstreicht der Trudner Bürgermeister Edmund Lanziner, "das Projekt Gesunde Gemeinde soll ein weiterer Schritt in diese Richtung sein".
Der erste Projektschritt wird eine mehrstufige Bedarfserhebung sein, wo gemeinsam mit der Bevölkerung mögliche Handlungsfelder für das Dorf aufgezeigt werden.

Dr. Martina Vieider