„Gesunde Pause gestalten“
Die Qualität der Verpflegung im Schulalltag hat einen hohen Stellenwert für die Herausbildung von Ernährungskompetenzen. Was und wie gegessen und getrunken wird, trägt bereits in jungen Jahren zur Entwicklung und Festigung von Geschmacks- und Handlungsmustern bei. Die Bereitschaft, sich im späteren Leben eine gesunde Pause zu gönnen, hängt auch von schulischen Erfahrungen ab.Vernetztes Arbeiten
Das Projekt „gesunde Pause gestalten“, das von der Stiftung Vital entwickelt wurde dient als Modellprojekt und wird den Schulen in Zusammenarbeit mit den ladinischen und italienischen Dienststellen für Gesundheitserziehung und der deutschsprachigen Dienststelle für Beratung und Unterstützung, sowie dem Ressort für Gesundheit und Soziales umgesetzt.
Partizipative Projektentwicklung
Das Besondere an der partizipativen Projektentwicklung ist es, dass die SchülerInnen, LehrerInnen, DirektorInnen und andere Mitglieder der Schulgemeinschaft, gemeinsam reflektieren, was an „Ihrer“ Schule verändert werden soll, um eine „gesunde Pause“ zu ermöglichen. Dabei geht es natürlich in erster Linie um gesundes Essen.
Das Projekt „gesunde Pause gestalten“ bietet weiters die Chance zu einem intensiven Erfahrungs- und Meinungsaustausch, der sich nicht nur auf das gesunde Essen beschränkt. Erfahrungen zeigen, dass von den Beteiligten auch andere Bedürfnisse rund um das Thema Gesundheit angesprochen werden.
Mitsprache und Mitverantwortung
Bereiche, wie mehr Bewegung, das Pausenambiente, die Mülltrennung, während der Pausen die Beziehung der Schulgemeinschaft stärken, oder wie verbringen wir die Mittagspause, das sind nur einige Beispiele dafür, welche gesundheitsrelevanten Themen die Arbeitsgruppen beschäftigen. Gemeinsam entscheidet die Schulgemeinschaft, welche Maßnahmen an der Schule umgesetzt werden sollen, um eine „gesunde Pause“ zu ermöglichen. Durch Mitsprache, Mitverantwortung und der Möglichkeit der aktiven Mitgestaltung, wird bei den SchülerInnen soziales Lernen konkret gefördert.
Am Bedarf der Schule orientiert
So werden Rahmenbedingungen, die das Projekt betreffen, genauer unter die „Lupe“ genommen und verschiedene Fachgruppen und Fachrichtungen der Schule in das Projekt einbezogen. Methoden, Inhalte und die Umsetzung des Projektes orientieren sich am Bedarf und an den Bedürfnissen der Schulgemeinschaft. Das Projekt wird an die jeweils vorhandenen Ressourcen der unterschiedlichen Schulen angepasst.
Umfeld mit einbeziehen
Darüber hinaus wird darauf geachtet, inwieweit es Faktoren im Umfeld, der Schule gibt, die Auswirkungen auf die Pausenverpflegung der SchülerInnen haben. So gelang es beispielsweise der LEWIT in Meran im vergangen Schuljahr, eine Zusammenarbeit mit einem Bäcker im näheren Umfeld der Schule einzugehen, der sich bereit erklärte, nach den Vorgaben der Schule täglich eine frische und gesunde Jause zu liefern.
Fachliche Begleitung durch Stiftung Vital
Die Umsetzung des Projektes an der Schule erfolgt unter der fachlichen Begleitung der Stiftung Vital und nach einem definierten Verfahren. Ausgangspunkt ist dabei die Analyse der IST-Situation sowie eine Zielformulierung und die entsprechende Maßnahmenplanung. Am Ende des Schuljahres bzw. nach Projektabschluss werden die Erfahrungen und Ergebnisse im Rahmen einer Feier von den SchülerInnen präsentiert, und es liegt eine Dokumentation des Projektes vor.

DDr.in Michela Morandini
