Die Umsetzung des Projektes Gesunde Gemeinde wurde vom Gemeinderat im Februar 2007 beschlossen. Die Ergebnisse aus den ersten Veranstaltungen wurden im Gemeindeblatt präsentiert. Im Herbst 2007 haben sich zwei Arbeitsgruppen gebildet, die an den Schwerpunkten Kinder- und Jugendliche, Verkehr und Verkehrsberuhigung sowie Gesundheits- und Umweltbelastungen arbeiten. 

Kurtatscher Höfe-Wanderung
Rund 70 Interessierte und Kulturbegeisterte trafen sich am 25. April zur „Kurtatscher Höfewanderung“. Organisiert wurde die Wanderung von der Steuergruppe des Projekts „Gesunde Gemeinde“. Zugleich war die Veranstaltung auch offizieller Projektabschluss.Treffpunkt war der Kurtatscher Hauptplatz, wo sich zahlreiche Kurtatschererinnen und Kurtatscher an diesem Mittwoch zusammenfanden, um einige der alteingesessenen und traditionsreichen Kurtatscher Höfe zu besichtigen. Der Bürgermeister Martin Fischer begrüßte die bunt gemischte Gruppe und hieß alle Teilnehmer/-innen herzlich willkommen. Kurz darauf wurde die Wanderung unter der fachmännischen Leitung von Dr. Martin Schweiggl begonnen. Über urige Pfade und alten Steigen besuchte man die alten Höfe Freienfeld, Lindenhof, Eberlehof, Kinighof, Altlehen, Schwenkelhof, Nussdorf und Strehlburg. Dabei durfte zwischendurch der gute Tropfen aus Kurtatscher Reben natürlich nicht fehlen. Es war ein spannender und sehr lehrreicher Tag, immer wieder wurden interessierte Fragen gestellt und der eine oder andere Hofherr bzw. Hofherrin ergänzten die Führung mit interessanten Details. Mit einer originalen Kurtatscher Marende klang schließlich der gemütliche Tag aus.
Die Wanderung stellte den Abschluss des 5-jährigen Projekts „Gesunde Gemeinde“ dar. Kurtatsch startete 2007 als eine der drei Pilotgemeinden mit dem Projekt der Stiftung Vital. Seit damals wurden zahlreiche Veranstaltungen und Initiativen in der Gemeinde umgesetzt, die alle dem Thema der Gesundheit gewidmet waren.
Auch nach offiziellem Abschluss des Projekts „Gesunde Gemeinde“ werden weiterhin bestehende Initiativen fortgesetzt, wie etwa die Arbeitsgruppe zum Thema Familiennetzwerke oder die Gruppe „Gelebte Geschichte in Kurtatsch“.
„Im fünfjährigen Projekt „Gesunde Gemeinde“ geht es auch darum, langfristig und nachhaltig das Thema Gesundheit in der Gemeinde zu verankern“, so die Projektverantwortliche der Stiftung Vital Martina Vieider, „deshalb sehen wir mit Freude und Genugtuung, dass die angerissenen Themen auch nach der Begleitung durch die Stiftung Vital fortgesetzt werden“, so Vieider.

„Ernährung und Bewegung mit Genuss“
Vortragsabend in KurtatschDass gesunde Ernährung und Bewegung auch genussvoll sein können, wurde am 8. Mai bei einem Vortrag in der Gesunden Gemeinde Kurtatsch dargestellt. Ernährung muss nicht mit Verzicht und Opfern verbunden sein, und Bewegung ist mehr als Überwindung und Anstrengung. Das haben Dr. Simone Grossgasteiger (Dienst für Sportmedizin) und Dr. Michael Kob (Dienst für Diät und Ernährung) bei ihrem Vortrag im Vereinshaus von Kurtatsch aufgezeigt.
Im Rahmen des Projektes Gesunde Gemeinde sind die beiden Referenten von der Untergruppe Gesundheit eingeladen worden. Ziel der Veranstaltung war es, Risiken von ungesunder Ernährung und von zu wenig Bewegung darzustellen und ganz konkrete Schritte aufzuzeigen, wie man seine Ernährungsgewohnheiten und sein Bewegungsverhalten erfolgreich verändern kann.
Um das Vortragsthema den Kurtatscher Bürgerinnen und Bürgern genussvoll näher zu bringen, wurde der Abend durch zwei kabarettistische Einlagen zum Thema von Gabi und Renate aufgelockert. Sie gaben ihre ganz persönliche Sichtweise von Genuss beim Essen und bei der Bewegung zum Besten und brachten die Teilnehmer/innen mit einigen Bewegungsübungen in Schwung. Beteiligt war am Abend auch Dr. Karin Hofer, die Leiterin der Apotheke in Kurtatsch. Sie stellte das kostenlos nutzbare Angebot der Apotheke zur Kontrolle der Blutdruckwerte dar.
Abgeschlossen wurde der Abend durch einen Umtrunk und eine kleines Buffet. Bürgermeister Oswald Schiefer und Vizebürgermeister Karlheinz Weger, die durch den Abend geführt hatten, freuten sich über die zahlreichen Teilnehmer/innen an der gelungenen Veranstaltung. Sie ist ein Beweis für das Gesundheitsbewusstsein der Kurtatscher/innen.
Neuer Jugendtreff eröffnet
Seit Anfang März ist der Jugendtreff Kurtatsch regelmäßig geöffnet, und zwar jeden Samstag von 17 bis 21 Uhr.Die Idee zu diesem Projekt entstand bereits vor zwei Jahren, konnte aber bislang nicht realisiert werden. Zu seiner Verwirklichung gab nun das Pilotprojekt Gesunde Gemeinde Anstoß. In den Startveranstaltungen mit der Bevölkerung wurde eingebracht, dass die Jugendlichen sich auf der Straße treffen und dabei Lärm verursachen, der von den Anrainern störend empfunden wird. Durch die Schaffung eines Jugendraumes könnte hier Besserung verschafft werden. Der Mitarbeiter der Stiftung Vital, Martin Holzner, hat angeregt, den Jugenraum gemeinsam mit den Jugendlichen zu planen und verwirklichen, da er dann als „ihr Raum“ wahrgenommen und besser genutzt wird.
Daraufhin wurden interessierte Jugendliche in den Prozess eingebunden. Partner in der Schaffung des Jugendraumes wurde Herr Reinhold Giovanett vom Jugendtreff Tramin, wo auch eine Gruppe Jugendlicher aus Kurtatsch mitarbeitet. Er erarbeitete gemeinsam mit den Jugendlichen das Gesamtkonzept für den Jugendtreff und legte es der Gemeindeverwaltung Kurtatsch vor.
Nun galt es, einen geeigneten Raum für die Umsetzung des Konzeptes zu finden. Aus den verschiedenen Vorschlägen wurde ein Raum im Parterre der Turnhalle neben der Bibliothek als geeigneter Platz ausgewählt. Innerhalb von vier Monaten sorgte die Gemeindeverwaltung für die entsprechende Ausstattung des Raumes. Parallel dazu entwickelte sich die überörtliche Zusammenarbeit der Jugendtreffs von Kurtatsch, Margreid und Tramin.
Zur raschen Verwirklichung des Vorhabens trugen neben der Gemeindeverwaltung wesentlich die engagierten Jugendlichen der Jugendtreffs von Kurtatsch und Tramin bei. Eine wichtige Rückendeckung erhielten die Jugendlichen und das gesamte Vorhaben von der Arbeitsgruppe „Kinder und Jugendliche“ , die im Rahmen des Projektes „Gesunde Gemeinde“ der Stiftung Vital ins Leben gerufen wurde.
Kurtatsch bewegt sich
Aktionstag der Gemeinde in Zusammenarbeit mit Stiftung VitalUnter dem Motto “Kurtatsch bewegt sich” organisierte die Gesunde Gemeinde Kurtatsch in Zusammenarbeit mit der Stiftung Vital am vergangenen Sonntag einen Gesundheits-Wandertag, an dem sich die Vereine und Gastbetriebe im Dorf beteiligten.
Gesundheitstag in Kurtatsch
“Statt ins Auto zu steigen, gemeinsam die heimatliche Landschaft erleben!” war die Devise am vergangenen Sonntag in Kurtatsch. Viele Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung der Gemeinde und der Stiftung Vital gefolgt, das Dorf und seine wunderschöne Umgebung inmitten von Weinbergen und Feldern zu erwandern. Für die Stärkung unterwegs sorgten die Gasthäuser und Buschenschänke “Himmelspforte” und “Torgglhof” in Penon, “Halbweg” und „Santlhof” in Hofstatt, “Goldener Adler”, “Caroline” und “Lenzenhof” in Graun. Hier wurden anlässlich des Aktionstages besonders leckere und gesunde Tagesgerichte vorbereitet. Genutzt wurde auch der Citybus, der eigens für diesen Tag halbstündlich alle Fraktionen anfuhr.“Es freut mich besonders, dass sich die Dorfbewohner in Sachen Gesundheit so engagiert zeigen und sehr aktiv an den Veranstaltungen mitwirken”, so Bürgermeister Oswald Schiefer, der selbst fleißig mitwanderte. Organisiert wurde der Aktionstag in Zusammenarbeit mit der Stiftung Vital, die im Auftrag des Landes gesundheitsförderliche Initiativen in den Gemeinden vorantreibt. Die Gemeinde Kurtatsch war eine der ersten Gemeinde, die sich 2007 am Projekt “Gesunde Gemeinde” der Stiftung Vital beteiligte.
Am Ende des erlebnisreichen Wandertages mit vielen netten Begegnungen wurden unter den gut 200 Teilnehmern schöne Preise verlost, die von Kurtatscher Betrieben, Vereinen und der Gemeinde zur Verfügung gestellt wurden.
Arbeitsschwerpunkte festgelegt
In Kurtatsch stehen die Bereiche „Jugend“ und „Verkehr“ im Mittelpunkt der Beratungen im Rahmen des Projekts „Gesunde Gemeinde“.Die Arbeitsgruppe „Gesunde Gemeinde“ in Kurtatsch hat ihre Arbeitsschwerpunkte festgelegt. Demnach wird man sich in den kommenden Monaten vor allem mit den Bereichen „Verkehr“ und „Jugend“ befassen. Am 30. Juli wird das Gremium über die konkrete Umsetzung der bis dahin vorgelegten Ideen und Projekte beraten. Der Arbeitsgruppe gehören Bürgermeister Oswald Schiefer, Vizebürgermeister Karl Heinz Weger, die Gemeindereferentin Helga Ruatti Mair und die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte Herlinde Carli Pedrotti, Johanna Fischer Unterhauser und Josef Bonoradie, sowie der von der Stiftung Vital beauftragte Berater, Martin Holzner, an.
Grundlage für die Schwerpunktsetzung sind Anregungen und Meinungen von Bürgerinnen und Bürgern im Dorf. So wurden die Anwesenden in drei Veranstaltungen des Projekts „Gesunde Gemeinde“ zur Lebensqualität in ihrer Heimatgemeinde befragt. Diese bewerteten sieben Prozent als „Ausgezeichnet“, 42 Prozent als „Sehr gut“, 36 Prozent als „Gut“ und 15 Prozent als „Befriedigend“.
Das ist ein gutes Ergebnis für Kurtatsch. Handlungsbedarf gibt es trotzdem – besonders in den Bereichen „Verkehr“ und „Jugend“. Bürgerinnen und Bürger setzten sich dann für den Hinweis auf wichtige Verkehrsverbindungen im Dorfblatt, die Einsetzung von Schülerlotsen, die Fortsetzung des Projekts „Sicherer Schulweg“ oder die Einrichtung einer Mitfahrbörse ein. Zahlreiche Diskussionsteilnehmer und Diskussionsteilnehmerinnen sprachen sich zudem für eine stärkere Einbindung von Jugendlichen in das Dorfleben aus. Angeregt wurde in diesem Zusammenhang die Errichtung eines selbst verwalteten Jugendtreffpunkts. Weitere von der Bevölkerung aufgezeigte Themen betreffen die Freizeit- und Erholungsangebote, die Verringerung von Gesundheits- und Umweltbelastungen und – nicht zuletzt – die Förderung der sprichwörtlichen „Kurtatscher Gemiatlichkeit“.

Dr. Martina Vieider

