Bozen, am 25. Februar 2010
Netzwerktreffen der gesunden Gemeinden 2010
3. Netzwerktreffen - mitreden, mitentscheiden, mitgestalten
Durch aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger kann die Lebensqualität in den Gemeinden entscheidend verbessert werden. Dieses Thema stand kürzlich im Mittelpunkt eines Treffens zwischen Vertreter/innen der „gesunden Gemeinden“ und der Stiftung Vital. Anregungen gab es von zwei Expertinnen aus der Schweiz.
Stiftung Vital lädt zum Netzwerktreffen der gesunden Gemeinden
„Partizipation ist eine wesentliche Voraussetzung, um Menschen zu befähigen, ihr Leben selbst zu gestalten und sich nicht fremd bestimmen zu lassen“, betonte Marianne Lüthi, Projektberaterin bei ZEPRA (Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung) in Chur kürzlich beim Netzwerktreffen der gesunden Gemeinden in Bozen. Zum Netzwerktreffen eingeladen hatte die Stiftung Vital die Projektverantwortlichen der „gesunden Gemeinden“ Kurtatsch, Plaus, Latsch, Lana, Sand in Taufers, Bruneck, Ulten und Gsies. Zu Besuch war auch Gesundheitslandesrat Richard Theiner: „Es ist wichtig, dass sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv am Gemeindeleben beteiligen und damit ihr Umfeld und auch ihre Lebensqualität selbst positiv beeinflussen.“ Die Begrüßung nahmen Florian Zerzer und Franz Plörer, Präsident der Stiftung Vital und Direktor der Stiftung Vital vor.
„Partizipation ist eine wesentliche Voraussetzung, um Menschen zu befähigen, ihr Leben selbst zu gestalten und sich nicht fremd bestimmen zu lassen“, betonte Marianne Lüthi, Projektberaterin bei ZEPRA (Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung) in Chur kürzlich beim Netzwerktreffen der gesunden Gemeinden in Bozen. Zum Netzwerktreffen eingeladen hatte die Stiftung Vital die Projektverantwortlichen der „gesunden Gemeinden“ Kurtatsch, Plaus, Latsch, Lana, Sand in Taufers, Bruneck, Ulten und Gsies. Zu Besuch war auch Gesundheitslandesrat Richard Theiner: „Es ist wichtig, dass sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv am Gemeindeleben beteiligen und damit ihr Umfeld und auch ihre Lebensqualität selbst positiv beeinflussen.“ Die Begrüßung nahmen Florian Zerzer und Franz Plörer, Präsident der Stiftung Vital und Direktor der Stiftung Vital vor.
Gemeinsam mit Lucrezia Berther, langjährige Stadträtin und Vorsteherin des Departements Bildung in Ilanz/Graubünden, hielt Lüthi beim Netzwerktreffen ein Impulsreferat und zeigte anhand von Beispielen aus der Schweiz deutlich auf, wie Bürgerbeteiligung möglich ist. „Es geht darum, Betroffene zu Beteiligten zu machen und sie zu befähigen, selbst etwas zu tun“, so Lüthi. „Damit das Verhalten der Menschen verändert werden kann, müssten in den Gemeinden Verhältnisse geschaffen werden, die gesundes Leben ermöglichen“, forderte Berther.
Zu Wort kamen beim Netzwerktreffen auch die Projektverantwortlichen in den gesunden Gemeinden. „Es ist eine Gelegenheit, neue Ideen für unsere Initiativen mitzunehmen und im Austausch mit anderen Gemeinden, neue Projekte kennenzulernen“, sagte Ernst Egger, Gemeinderat der Gemeinde Ulten. „Erfahrungen anderer kennen lernen“, wollte auch Isidor Trompedeller vom Bildungsausschuss der Gemeinde Tiers.
Begeistert vom Gesunde-Gemeinde-Projekt zeigte sich der Bürgermeister von Kurtatsch, Oswald Schiefer. „Am Anfang gab es eine gewisse Skepsis, doch die vielen Projekte, die wir im Rahmen der „Gesunden Gemeinde“ umgesetzt haben, zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind, und ich muss sagen, dass unsere Erwartungen deutlich übertroffen wurden“, so Schiefer. Auch deshalb holte er sich mit Gemeindereferentin Helga Ruatti beim Netzwerktreffen neue Impulse für weitere Projekte.
Brunecks Stadträtin Brigitte Pezzei betonte die Wichtigkeit gemeindeübergreifender Initiativen, „damit das, was in den einzelnen Gemeinden passiert, besser sichtbar wird.“ Das nächste Netzwerktreffen findet im Herbst 2010 statt. „Die beteiligten Gemeinden arbeiten motiviert und mit Kreativität an der Entwicklung und Umsetzung von Projekten mit, und unsere Aufgabe als Stiftung Vital ist es, sie dabei zu unterstützen, vor allem dadurch dass wir eine Plattform für die Vernetzung bieten“, so Sabina Frei, die neue Leiterin des Bereichs „Gesunde Gemeinde“ der Stiftung Vital.
Am vergangenen Samstag (29.11.08) fand im Hotel Eberle in Bozen das jährliche Netzwerktreffen der Gesunden Gemeinden statt.
Die Stiftung Vital setzt in mehreren Gemeinden Südtirols das Projekt Gesunde Gemeinde um. Im Rahmen eines jährlichen Netzwerktreffens wurden Interessierte und Beteiligte zu einem konstruktiven Erfahrungsaustausch eingeladen.
Unter den Geladenen waren Vertreter der Gemeinden Kurtatsch, Bruneck, Plaus, Latsch, Ulten und Sand in Taufers. Gemeinden die das Projekt Gesunde Gemeinde bereits umsetzen. Beim heurigen Netzwerktreffen im Hotel Eberle fand ein interessanter Erfahrungsaustausch statt.
Franz Plörer, Direktor der Stiftung Vital und Florian Zerzer, Präsident der Stiftung Vital sprachen über die Notwendigkeit der Gesundheitsförderung und warum die Stiftung Vital auf die Kommunale Gesundheitsförderung setzt.
Als Gastreferentin konnte Mag. Claudia Posch begrüßt werden, die über Erfahrungen der Gesunden Gemeinden in der Steiermark berichtete. Sie ist Mitarbeiterin von styria vitalis in Graz und betreut die Gesunden Gemeinden in der Steiermark.
Workshop zur kommunalen Gesundheitsförderung
Ein Netzwerktreffen zur kommunalen Gesundheitsförderung für alle Interssierten und beteiligten Gemeinden.
Die Stiftung Vital setzt bereits in sieben Gemeinden Südtirols das Projekt Gesunde Gemeinde um. Im Rahmen des jährlichen Netzwerktreffens soll allen Interessierten und Beteiligten die Möglichkeit zu einem konstruktiven Erfahrungsaustausch gegeben werden.
Das Treffen findet am Samstag, den 29. November von 9 bis 16 Uhr im Gasthof Eberle in Bozen statt.
Wichtig ist beim Netzwerktreffen auch der Erfahrungsaustausch mit Expert/innen der Gesundheitsförderung außerhalb der Landesgrenzen. Es ist uns gelungen Mag. Claudia Posch als Gastreferentin einzuladen. Sie ist Mitarbeiterin von styria vitalis in Graz und betreut die Gesunden Gemeinden in der Steiermark.
Zu Wort kamen beim Netzwerktreffen auch die Projektverantwortlichen in den gesunden Gemeinden. „Es ist eine Gelegenheit, neue Ideen für unsere Initiativen mitzunehmen und im Austausch mit anderen Gemeinden, neue Projekte kennenzulernen“, sagte Ernst Egger, Gemeinderat der Gemeinde Ulten. „Erfahrungen anderer kennen lernen“, wollte auch Isidor Trompedeller vom Bildungsausschuss der Gemeinde Tiers.
Begeistert vom Gesunde-Gemeinde-Projekt zeigte sich der Bürgermeister von Kurtatsch, Oswald Schiefer. „Am Anfang gab es eine gewisse Skepsis, doch die vielen Projekte, die wir im Rahmen der „Gesunden Gemeinde“ umgesetzt haben, zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind, und ich muss sagen, dass unsere Erwartungen deutlich übertroffen wurden“, so Schiefer. Auch deshalb holte er sich mit Gemeindereferentin Helga Ruatti beim Netzwerktreffen neue Impulse für weitere Projekte.
Brunecks Stadträtin Brigitte Pezzei betonte die Wichtigkeit gemeindeübergreifender Initiativen, „damit das, was in den einzelnen Gemeinden passiert, besser sichtbar wird.“ Das nächste Netzwerktreffen findet im Herbst 2010 statt. „Die beteiligten Gemeinden arbeiten motiviert und mit Kreativität an der Entwicklung und Umsetzung von Projekten mit, und unsere Aufgabe als Stiftung Vital ist es, sie dabei zu unterstützen, vor allem dadurch dass wir eine Plattform für die Vernetzung bieten“, so Sabina Frei, die neue Leiterin des Bereichs „Gesunde Gemeinde“ der Stiftung Vital.
2008
Erfahrungsaustausch der „gesunden Gemeinden“Am vergangenen Samstag (29.11.08) fand im Hotel Eberle in Bozen das jährliche Netzwerktreffen der Gesunden Gemeinden statt.
Die Stiftung Vital setzt in mehreren Gemeinden Südtirols das Projekt Gesunde Gemeinde um. Im Rahmen eines jährlichen Netzwerktreffens wurden Interessierte und Beteiligte zu einem konstruktiven Erfahrungsaustausch eingeladen.
Unter den Geladenen waren Vertreter der Gemeinden Kurtatsch, Bruneck, Plaus, Latsch, Ulten und Sand in Taufers. Gemeinden die das Projekt Gesunde Gemeinde bereits umsetzen. Beim heurigen Netzwerktreffen im Hotel Eberle fand ein interessanter Erfahrungsaustausch statt.
Franz Plörer, Direktor der Stiftung Vital und Florian Zerzer, Präsident der Stiftung Vital sprachen über die Notwendigkeit der Gesundheitsförderung und warum die Stiftung Vital auf die Kommunale Gesundheitsförderung setzt.
Als Gastreferentin konnte Mag. Claudia Posch begrüßt werden, die über Erfahrungen der Gesunden Gemeinden in der Steiermark berichtete. Sie ist Mitarbeiterin von styria vitalis in Graz und betreut die Gesunden Gemeinden in der Steiermark.
Workshop zur kommunalen Gesundheitsförderung
Ein Netzwerktreffen zur kommunalen Gesundheitsförderung für alle Interssierten und beteiligten Gemeinden.
Die Stiftung Vital setzt bereits in sieben Gemeinden Südtirols das Projekt Gesunde Gemeinde um. Im Rahmen des jährlichen Netzwerktreffens soll allen Interessierten und Beteiligten die Möglichkeit zu einem konstruktiven Erfahrungsaustausch gegeben werden.
Das Treffen findet am Samstag, den 29. November von 9 bis 16 Uhr im Gasthof Eberle in Bozen statt.
Wichtig ist beim Netzwerktreffen auch der Erfahrungsaustausch mit Expert/innen der Gesundheitsförderung außerhalb der Landesgrenzen. Es ist uns gelungen Mag. Claudia Posch als Gastreferentin einzuladen. Sie ist Mitarbeiterin von styria vitalis in Graz und betreut die Gesunden Gemeinden in der Steiermark.
2007
Netzwerktreffen der Gesunden Gemeinden in Nals: „Gemeinsam lernen und tun“27.11.2007
Die Stiftung Vital lud zum ersten Netzwerktreffen der „Gesunden Gemeinden“. Geladen war außerdem eine Expertin aus der Schweiz, die ihre Erfahrungen zur Bürgerbeteiligung in Gemeinden vorstellte.
Im Bildungshaus Lichtenburg in Nals zogen Mitarbeiter/innen der Stiftung Vital und Vertreter/innen der Gemeinden Bruneck, Kurtatsch und Plaus eine erste Bilanz des Projekts „Gesunde Gemeinde“. Als Expertin war außerdem Rita Helfenberger von „Agridea“ geladen. Es handelt sich dabei um ein Schweizer Beratungsunternehmen, das seit vielen Jahren kommunale Entwicklungsprojekte mit Bürgerbeteiligung durchführt.
Das Interesse für Gesundheitsförderung ist offenbar groß – und zwar nicht nur in den Südtiroler Pilotgemeinden Kurtatsch, Plaus und Bruneck, in denen die Stiftung Vital seit einem Jahr das Projekt „Gesunde Gemeinde“ umsetzt. Denn neben den Bürgermeistern Oswald Schiefer (Kurtatsch) und Christoph Gufler (Lana) und der Sozialreferentin der Gemeinde Bruneck, Brigitte Pezzei, waren auch Gemeindereferent/innen aus Laas, Mals, Latsch und Ulten gekommen, um sich aus erster Hand über das Projekt „Gesunde Gemeinde“ zu informieren.
Gesundheitsförderung in Gemeinden ist ohne die Mitwirkung der Bevölkerung nicht möglich. Auch in Südtirol. „Ohne die aktive Mitarbeit der Menschen geht es einfach nicht“, sagte der Projektverantwortliche der Stiftung Vital, Martin Holzner. Deshalb konnten sich Bürgerinnen und Bürger in Plaus und Bruneck auf Fragebögen zur Lebensqualität in ihrer Gemeinde äußern. In Kurtatsch diskutierten Entscheidungsträger/innen über das Projekt „Gesunde Gemeinde“.
In den drei Pilotgemeinden wurden dann erste Arbeitsfelder definiert, etwa „Mitsprache und Mitgestalten“, „Verkehr“ und „Natur und Umweltschutz“ in Bruneck, „Verkehrsberuhigung“ und „Toleranz und Integration“ in Kurtatsch, oder “Förderung der Dorfgemeinschaft“ und „Kinder und Jugendliche“ in Plaus. In Bruneck werden die Daten aus der Bürgerbefragung jetzt mit Vereinsvertretern analysiert. In Plaus wurden bereits erste Maßnahmen umgesetzt. Im Mai fand dort ein gemeinsamer Rad- und Spielwandertag statt. Beim Spielplatzbau will die Vinschger Gemeinde in Zukunft die Betroffenen – Eltern und deren Kinder – an der Planung und Projektierung beteiligen. „Denn ein zentraler Ansatz unserer Arbeit ist die aktive Beteiligung der Betroffenen: Wir wollen MIT die Menschen arbeiten, das heißt wir wollen Rahmenbedingungen schaffen, damit sie ihre Bedürfnisse und Erwartungen umsetzen können“, sagt Franz Plörer, Direktor der Stiftung Vital.
In Nals stellte Rita Helfenberger von „Agridea“ kommunale Entwicklungsprogramme mit Bürgerbeteiligung aus der Eidgenossenschaft vor. Unter dem Motto „Die Zukunft ihrer Gemeinde oder Region gemeinsam gestalten“ bietet Agridea seit 1990 partizipative Projekte in Gemeinden an, seit drei Jahren auch im Auftrag der „Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz“. Die Agridea-Methode nennt sich „Participatory Learning and Action“, zu Deutsch: „Miteinander Lernen und Handeln“. Projektphasen sind die Bildung einer möglichst breit besetzten Vorbereitungsgruppe, die Erhebung und Aufarbeitung von Daten vor Ort und die Umsetzung beschlossener Maßnahmen.
Ein Projektzyklus dauert zwei bis vier Jahre. Agridea vermeidet Meinungsumfragen und setzt ganz auf das persönliche Gespräch mit den Betroffenen. „Wir wollen jeden erreichen und das geht am besten, wenn wir zu den Familien gehen und dort auch einmal nachfragen“, sagte Helfenberger in Nals. Die Gemeindevertreter in der Schweiz sind offenbar zufrieden: „Die Verantwortung der Behörde, die persönliche Verantwortung und Mitverantwortung der Bevölkerung haben einen neuen Stellenwert erhalten“, berichtet der Bürgermeister der Schweizer Gemeinde Mund, Leo Albert. „Sehr beeindruckt haben mich die Diskussionen und das Engagement der Teilnehmenden. Das ist ein Projekt von der Bevölkerung für die Bevölkerung“, sagt Peter Bernhard, Bürgermeister der Gemeinde Stadel, in der Agridea gleichfalls tätig ist.
„Die Stiftung Vital ist eine junge Organisation. Wir haben nicht den Anspruch, alles neu zu erfinden, ganz im Gegenteil, wir wollen von den langjährigen Erfahrungen anderer lernen“, sagt Stiftungsdirektor Franz Plörer. „Die Klausur in der Lichtenburg in Nals hat aber gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das zeigten auch die Erfahrungsberichte unserer drei Pilotgemeinden. Alle drei sind mit großer Begeisterung bei der Sache, und das hat mich am meisten gefreut.“

Dr. Sabina Frei
