
Gesunde Gemeinde aus Sicht von Kindern
Stiftung Vital erstmals in der KinderstadtDie Kinderstadt MiniBZ, die vom Verein für Kinderspielplätze und Erholung VKE organisiert wird, öffnete im Juni zum elften Mal ihre Tore in der Bozner Stadthalle.
Es handelt sich bei der Stadt um ein gigantisches Rollenspiel, wo Kinder das Sagen haben und wo alle Elemente einer richtigen Stadt vorhanden sind. In dieser Umgebung wächst eine „Kinder Realität“, die von Kindern gemacht, entwickelt und verstanden wird. Ob im Arbeitsamt, im Gemeinderat oder als Bürgermeister: In der MiniStadt lernen Kinder spielerisch Verantwortung zu übernehmen und den Alltag zu meistern.
In diesem Zusammenhang stand heuer auch die Gesundheit der Bewohner auf der Agenda, die es zu fördern und verbessern galt. Beauftragt vom Amt für Partizipation der MiniStadt wurde einer Delegation von 15 Kindern die Aufgabe übertragen, gemeinsam mögliche Handlungsfelder zu identifizieren und ein Projekt für die Gesundheit umzusetzen. Unterstützt und begleitet wurden sie dabei von der Stiftung Vital nach dem Konzept „Gesunde Gemeinde“.
Der erste Schritt bestand darin gemeinsam zu schauen, was alles zur Gesundheit der Bewohner/innen beiträgt und was hingegen gesundheitshinderlich sein könnte. Daraus entwickelten die Kinder Ideen für Gesundheitsprojekte und Maßnahmen für ihre Stadt.
Am Ende der intensiven Arbeitswoche konnte sich das Ergebnis sehen lassen: Ein buntes Salatbuffet stand allen Bewohnern kostenlos zur Verfügung, das mit großer Begeisterung von den Kindern angenommen wurde. Umso erfreuter darüber zeigte sich die Steuergruppe, die die ganze Woche tatkräftig die Werbetrommel für eine Gesunde Stadt rührte. So wurde das Fernsehen eingeschaltet, Plakate zur Gesunden Stadt wurden entworfen und auch Inserate in der eigenen Zeitung BOH wurden veröffentlicht. In einer eigens einberufenen Pressekonferenz wurde das Projekt allen Bürger/innen vorgestellt. Die Eröffnungsrede hielt der Bürgermeister, der ebenfalls im Podium saß und sich für die wertvolle Arbeit der Projektgruppe bedankte. „Ich bin froh dass wir gemeinsam für eine gesündere Stadt sorgen“, so der Bürgermeister, „denn die Gesundheit ist das wichtigste Gut der Menschen“.
Das Ziel des Projektes Gesunde Gemeinde in der MiniStadt war es, das Bewusstsein für eine umfassende Gesundheit zu schärfen und zugleich Partizipation für die Kinder erlebbar zu machen.
Dafür bot MiniStadt idealerweise ein offenes und komplexes Lernumfeld, das es ermöglichte bzw. erforderte, selbstorganisiert und selbstbestimmt ein Stück ihres Lebensraums zu gestalten – ein wesentlicher Faktor für die Förderung der Gesundheit und die Schaffung von Lebensqualität.




Dr. Martina Vieider