Diabetes – eine neue Volkskrankheit
In Südtirol waren im Jahr 2008 3,5% der Bevölkerung Diabetiker (17.523 Personen). Die Dunkelziffer ist jedoch weitaus höher, nur wissen viele nicht, dass sie an Diabetes erkrankt sind.Der Diabetes-Typ-2 kann – falls rechtzeitig erkannt - vor allem durch einen gesunden Lebensstil verhindert werden. Diabetes ist damit längst zu einer neuen Volkskrankheit geworden. Ab dem 45sten Lebensjahr steigt das Risiko an Diabetes zu erkranken, rapide an.
Die Statistik der Prävalenz der Diabetiker nach Altersklasse im Jahr 2008
präsentiert folgende Zahlen:
- 15-44 Jahre: 0,6%
- 45-64 Jahre: 4,0%
- 65-74 Jahre: 11,1%
- >75 Jahre: 13,8%
Beim Typ-1-Diabetes zerstört das körpereigene Abwehrsystem die Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Ohne das Hormon Insulin können die in der Nahrung enthaltenen „Brennstoffe“ (z.B. Traubenzucker) nicht in die Körperzellen geschleust werden, um sie mit Energie und Bausteinen zu versorgen. Die Folge sind Veränderungen des Stoffwechsels (wie hoher Blutzucker) und Störungen des Eiweiß– und Fettstoffwechsels. Das schädigt wiederum die Gefäße. Um dem vorzubeugen, müssen die Betroffenen ihr Leben lang Insulin spritzen.
Der Typ-2- Diabetes (auch „Altersdiabetes“) – kommt ungefähr zehnmal häufiger vor als der Typ-1-Diabetes. In diesem Fall ist die Wirkung des Insulins in den Körperzellen vermindert. Das versucht die Bauchspeicheldrüse durch eine gesteigerte Produktion von Insulin auszugleichen. Die Folge daraus ist, dass die Insulin-Produktion zusammenbricht.
Diabetes Selbsttest: Testen Sie Ihr Risiko auf Diabetes?
Nehmen Sie sich 5 Minuten Zeit und beantworten Sie in einem anonymen Test einige Fragen.Ursachen, die den Typ-2-Diabetes begünstigen:
- Erbliche Veranlagung,
- Übergewicht,
- Bluthochdruck,
- erhöhte Blutfette,
- mangelnde Bewegung und besonders
- das Zusammenwirken mehrerer Ursachen
Was man tun kann, um den Typ-2-Diabetes vorzubeugen:
- sich ausgewogen ernähren (Obst und Gemüse fünfmal am Tag)
- ausreichend körperlich bewegen (mind. dreimal 30 Minuten in der Woche)
- Bauchumfang (Männer: weniger als 94 cm, Frauen: weniger als 80 cm)
Mögliche Folgen der Zuckerkrankheit:
Der Diabetes kann zu einer schweren Erkrankung der Blutgefäße führen. Die Folge davon können Amputationen, Erblindungen, Nierenversagen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein. Über 75% aller Diabetiker sterben an Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die dramatischen, oft lebensbedrohlichen Folgen in Zahlen (die Erhebung wurde 1998 in Deutschland durchgeführt):
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(Quelle: Deutsche Diabetes Stiftung)

Dr.in Ivonne Dauru Malsiner
DDr.in Michela Morandini
