
Gesundheit der Mitarbeiter im Blickfeld
Er setzt nicht nur Menschen auf vier Rädern in Bewegung, sondern achtet auch darauf, dass seine Mitarbeiter der Gesundheit wegen in Bewegung bleiben. Die Rede ist von Christof Haidacher, Chef des Busunternehmens Oberhollenzer in Sand in Taufers, der nun aus Überzeugung am Projekt „Gesunder Betrieb“ der Stiftung Vital teilnimmt.Radius: Herr Haidacher, Sie haben sich für das Programm „Gesunder Betrieb“ der Stiftung Vital entschieden. Warum?
Christof Haidacher: Ich bin in erster Linie durch meine Arbeit als Gemeindereferent in Sand in Taufers auf die Stiftung Vital aufmerksam geworden und kenne einen Unternehmer, der mit seinem Betrieb selbst erfolgreich am Projekt der betrieblichen Gesundheitsförderung teilnimmt.
Radius: Welche Vorteile sehen Sie darin?
Haidacher: Ich setze in meinem Betrieb bereits seit Jahren gesundheitsfördernde Maßnahmen um. Mit der Stiftung Vital sehe ich die Chance, all diese Maßnahmen mit fachlicher Unterstützung in ein System zusammenzuführen.
Radius: Was haben Sie in Vergangenheit bereits für die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter getan?
Haidacher: Es gibt ein Fitnessprotokoll, in dem jeder Mitarbeiter einträgt, was er für seine Gesundheit tut, ganz gleich ob Bergsteigen, Rad fahren oder laufen. Dadurch wird die Gesundheit ernst genommen. Das Unternehmen stellt kostenlos Arbeits- und Freizeitbekleidung zur Verfügung. Es gab auch einmal einen Pulsmesser für alle. Zudem haben wir eine Konvention mit einem Fitnessstudio in Sand in Taufers abgeschlossen, welches die Angestellten aber auch ihre Partnern kostenlos benützen können. Wir finanzieren auch außerbetriebliche Schulung, z.B. Nordic Walking-Kurse oder Tanzkurse.
Radius: Welche Überzeugung steckt dahinter?
Haidacher: Das Sprichwort, wonach ein gesunder Geist einen gesunden Körper braucht, stimmt. Der Beruf des Buschauffeurs verlangt meinen Mitarbeitern viel ab: Stressresistenz, Geduld, Freundlichkeit und Konzentration. Dafür braucht es ein gesundheitsförderliches Fundament.
Radius: Haben Sie positive Veränderungen im Betrieb feststellen können?
Haidacher: Die Konfektionsgröße meiner Mitarbeiter ist um eine Nummer gesunken. Unabhängig von diesen äußeren Veränderungen sind die Erfahrungen durchwegs positiv. Es gibt keine Fluktuation im Betrieb und kaum Ausfälle wegen Krankheit, eher wegen Sportverletzungen.
Radius: Da ist eigentlich schon viel passiert, und trotzdem suchen Sie die Zusammenarbeit mit der Stiftung Vital.
Haidacher: Ja, es geht darum, das was bereits getan wurde, weiterzuentwickeln, neue Impulse durch spezifische fachliche Unterstützung zu kriegen und sich zusätzliche Betreuung angedeihen zu lassen. Ganz wichtig ist es mir, gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Wünsche zu erarbeiten und aufs Papier zu bringen.

Rag. Manfred Andergassen