Pflegeheim Kurtasch
Gestartet ist das Projekt im November 2006 mit internen Workshops, wie bereits in den vorangegangenen Projekten auch. Die ins Leben gerufenen Gesundheitszirkel trugen wesentlich zur Realisierung dieses Projekts bei. Mit Hilfe der internen Umfrage wurde eine umfangreiche Aufgabenliste erarbeitet, mit diversen Zielen, die zur Verbesserung der Gesundheit und des persönlichen Wohlbefindens beitragen sollen.Ein großer Teil dieser Ziele wurde bereits mit der vollen Unterstützung der Direktion verwirklicht, so zum Beispiel der Kauf von orthopädischen Schuhen. Das Pflegeheim wird dieses Projekt weiterführen und es vollends in die Unternehmungsführung integrieren.
Gesundheitssiegel für Pflegeheim KurtaschAls einer der ersten Betriebe im Lande startete das Pflegeheim „Altes Spital“ in Kurtasch im November 2006 das Projekt „Betriebliche Gesundheitsförderung“ der Stiftung Vital. Kürzlich erhielt es dafür das italienweit anerkannte Gütesiegel „Gesunder Betrieb“.
„Mit dem Projekt „Gesunder Betrieb“ haben wir im Pflegeheim einen Motivationsschub erfahren“, so der ehemalige Direktor des Pflegeheims Kurtatsch, Konrad Dezini. Gemeinsam mit der internen Projekt- und Pflegedienstleiterin Verena Anegg und in enger Zusammenarbeit mit dem Personal wurde eine Reihe von konkreten Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit am Arbeitsplatz umgesetzt. Vor kurzem erhielt das Pflegeheim dafür die italienweit anerkannte Auszeichnung als „Gesunder Betrieb“.
„Alle Kriterien sind erfüllt worden“, bestätigt der Projektleiter der Stiftung Vital, Manfred Andergassen. Der Weg dorthin war nicht leicht. In einer ersten Phase wurde unter der gesamten Belegschaft eine Umfrage über die Zufriedenheit und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz gemacht. Anschließend wurden Gesundheitszirkel organisiert, in denen die Angestellten konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen unterbreiten konnten.
Nun können sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf viele positiver Veränderungen im Betrieb freuen, wie zum Beispiel Schulungsangebote zur Vorbeugung körperlicher Beschwerden und die psychologische Betreuung bei Todesfällen. Auch wurde in der Wäscherei ein Klimagerät eingebaut, der Freizeitraum zum Ruheraum für das Personal umgebaut und ein Rückenseminar zur Vorbeugung körperlicher Beschwerden durchgeführt.
„Wir haben schon einiges umgesetzt und werden weiter am Ball bleiben“, so Pflegdienstleiterin Anegg, die stellvertretend für das Pflegheim das Gütesiegel „Gesunder Betrieb“ aus den Händen von Gesundheitslandesrat Richard Theiner entgegennahm. Erfreut über die erfolgreiche Umsetzung des Projektes am Pflegheim zeigt sich auch Franz Plörer, Direktor der Stiftung Vital. „Wir sind sehr froh darüber, dass es mit dem Programm der betrieblichen Gesundheitsförderung gelungen ist, zusammen mit der Belegschaft Optimierungsprozesse einzuleiten, die dem gesamten Betriebe zugute kommen.“ Jetzt gehe es darum, am Thema dran zu bleiben und zum Beispiel über den Gesundheitszirkel weitere Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten und umzusetzen. Zu beachten sei dabei auch, so Plörer, dass die Belegschaft laufend über den weiteren Fortgang des Projektes informiert und aktiv in die Planung eingebunden werde.
Pflegeheim Kurtatsch auf dem bestem Weg zum gesunden BetriebAls einer der ersten Betriebe im Lande meldete sich das Pflegeheim „Altes Spital“ in Kurtatsch im November 2006 für das Projekt „Gesunder Betrieb“ der Stiftung Vital. Kürzlich wurde Bilanz gezogen über viele positive Veränderungen.
„Tag für Tag kann man sehen, wie die gemeinsam entwickelten Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit im Pflegeheim greifen und den Angestellten Vorteile bringen“, sagt Bürgermeister Oswald Schiefer, der das Projekt „Gesunder Betrieb“ der Stiftung Vital von Anfang an unterstützte.
Ausgehend von einer Mitarbeiterbefragung wurden im letzten Jahr eine umfangreiche Aufgabenliste und Ziele für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und für mehr Wohlbefinden der Angestellten erstellt. Bei einem Treffen zwischen der Projektgruppe und dem Projektleiter der Stiftung Vital, Luca Pandini, wurde kürzlich positive Bilanz über ein intensives Tätigkeitsjahr gezogen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: So wurden unter anderem die Arbeitszeiten und die Personaleinteilung optimiert, die Ruhe- und Freizeiträume für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbessert und die Pausen einheitlich geregelt. Ins Fortbildungsprogramm fix aufgenommen wurde ein Lehrgang über Konflikt- und Stressbewältigung.
Auch in die Einrichtung wurde investiert: So gibt es nun ausreichend Parkplätze und mehr Sitzplätze in den Aufenthaltsräumen. Eine Klimaanlage sorgt in der Wäscherei für frische Luft am Arbeitsplatz. „Es hat sich sehr viel getan“, bestätigt auch Tanja Obletter, die gemeinsam mit ihren Kolleginnen Karin Schweiggl und Veronika Parteli und mit der Pflegedienstleiterin Verena Anegg die geplanten Veränderungen vorantrieb. „Wir sind nun vom Personal her recht gut besetzt“, betont Obletter. Von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr positiv aufgenommen worden seien auch die jährlichen Gutscheine für Gesundheitsschuhe und für zwei Massagen.
„Einige Themen sind noch offen, wie etwa die Rückenschule fürs Personal oder die Erstellung einer eigenen Homepage, aber insgesamt sind wir an einem sehr guten Punkt angelangt“, resümiert Luca Pandini. Am Ende des Projektes, das voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen sein wird, erhält das Pflegeheim „Altes Spital“ in Kurtatsch als eines der ersten Betriebe im Lande das Qualitätssiegel „Gesunder Betrieb“ der Stiftung Vital.
Kurtatsch: Einstiegsworkshop im PflegeheimVon der Aromapflege aufwärts
Erste Schritte mit dem Modulprogramm KMU-vital
Das erste Puzzle ist gesetzt: Im November 2006 wurde die Pflege- und Geschäftsleitung des Pflegeheimes „Altes Spital“ in Kurtatsch mit Schlüsselbegriffen der Betrieblichen Gesundheitsförderung und mit dem Modulprogramm KMU-vital vertraut gemacht.
„Das Projekt ist willkommen, aber die Notwendigkeit für das Projekt muss erst reifen, da einige wenig Verständnis dafür haben werden“ (Pflegeheim „Altes Spital“, Kurtatsch)
Schritt eins: Unser Heim und KMU-vital
An einem halben Arbeitstag haben Führungskräfte des Pflegeheims und KMU-vital-Experten die Potentiale und Optimierungsbereiche im Betrieb untersucht und die nächsten Schritte zur Einführung des Pilotprogramms zur Betrieblichen Gesundheitsförderung festgelegt. Dabei wurde klar, dass es im Pflegeheim bereits einige Strukturen und Leitlinien gibt, die zum Wohlbefinden und zur Leistungsfähigkeit des Personals beitragen können, etwa ein Kinästhetik-Kurs, Aromapflege, flexible Arbeitszeiten. Diese Elemente werden in das Programm KMU-vital eingebaut.
Schritt zwei: Management- und MitarbeiterInnenbefragung
Als weitere Planungsschritte wurden eine Management- und eine MitarbeiterInnenbefragung im Jänner definiert. Beide Befragungen dienen als Diagnoseinstrument. Es geht um eine Standort:bestimmung: Was ist im Betrieb gesundheitsförderlich, wo gibt es Mängel? Im Dezember 2007, am Ende des Projekts, sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewusster mit ihrer Gesundheit und ihrer Arbeitszeit umgehen können, das Thema betriebliche Gesundheitsförderung soll bei Entscheidungen automatisch mitgedacht werden.
Das Pflegeheim „Altes Spital“ in Kurtatsch ist eines der fünf Südtiroler Pilotunternehmen, in denen die Stiftung Vital im Herbst 2006 gemeinsam mit der Landesabteilung für Sozialwesen und kofinanziert vom Europäischen Sozialfonds das Projekt „Gesunde Mitarbeiter in gesunden Betrieben“ gestartet hat.
Der Einstiegsworkshop wurde von Sandra Kündig und Corine Baumgartner vom Schweizer Institut für Arbeitsmedizin geleitet. Teilgenommen haben auch Franz Plörer, Direktor der Stiftung Vital, Alexandra Kurz, Mitarbeiterin der Stiftung sowie Luca Pandini, Unternehmensberater und Leiter des Projektes KMU-vital der Stiftung Vital.

Rag. Manfred Andergassen