Der Gemeinderat hat am 10.06.2008 einstimmig beschlossen, mit der Stiftung Vital das Projekt „Gesunde Gemeinde“ in Sand in Taufers umzusetzen. Programm zur Gesundheitsbildung
Gesundheit ist nicht einfach gleichbedeutend mit „Abwesenheit von Krankheit“, sondern hat vor allem mit Lebensqualität, sozialen Beziehungen, psychischem und körperlichem Wohlbefinden zu tun. Die Marktgemeinde Sand in Taufers setzt sich seit rund einem Jahr mit dem Projekt „Gesunde Gemeinde“ für die Förderung der Gesundheit ihrer Bürger/-innen ein. Eines der Teilprojekte, die aufgrund der Bedarfserhebung unter den Sandner/-innen in Zusammenarbeit mit anderen Trägern nun umgesetzt werden soll, ist ein Programm zur „Gesundheitsbildung“. Die Auseinandersetzung mit den Themen Depression, Angst und Angststörungen sind ein erster Schritt, mit dem über die Information der Weg zur Aktion geebnet werden soll, denn (Mit)verantwortung für das eigene Wohlbefinden übernehmen, ist das wichtigste Ziel der Gesundheitsförderung.1 Projekt, 5 Fraktionen, 100 Bürger/innen, unzählige Ideen
Im Zeitraum vom 11. Mai bis 4. Juni 2009 haben in den fünf Fraktionen der Gemeinde Gesprächsabende stattgefunden, zu denen alle interessierten Bürger und Bürgerinnen herzlich eingeladen waren. Eine ausdrückliche Einladung erging an die Vertreter/innen der vielen Vereine.Die Veranstaltungen dienten dazu, der Bevölkerung das auf fünf Jahre ausgelegte Projektvorhaben „Gesunde Gemeine“, das gemeinsam mit der Stiftung Vital durchgeführt wird, vorzustellen und die Bevölkerung zur Fragestellung „Wie kann die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Lebensqualität in Sand in Taufers gefördert werden?“ ins Gespräch zu bringen. Die Diskussionsabende wurden von der Kernarbeitsgruppe Gesunde Gemeinde, die aus Gemeindereferentin Dr. Petra Thaler und den Gemeinderäten Dr. Günther Früh und Christoph Mutschlechner besteht, geplant und betreut. Die Leiterin des Projektes Gesunde Gemeinde, Dr. Petra Thaler, hat die Gesprächsabende im Namen der Gemeinde Sand in Taufers eröffnet; moderiert wurden die Veranstaltungen von Dr. Martin Holzner, einem Mitarbeiter der Stiftung Vital.
Den zentralen Teil der Gesprächsabende stellte die Diskussion der Bürgerinnen und Bürger zu den Initiativen dar, die aus ihrer Sicht einen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit, des Wohlbefindens und der Lebensqualität in der Gemeinde leisten würden. Die in Kleingruppen diskutierten und gesammelten Sichtweisen, Ideen, Vorschläge, Wünsche und Problembereiche wurden gesammelt, gebündelt und visualisiert. Auf diese Weise ist für alle Teilnehmer/innen eine Gesamtschau über die in den verschiedenen Kleingruppen gesammelten Punkte sichtbar geworden.
Die Ergebnisse der fünf Diskussionsabende werden am 15. Juli 2009 im Gemeinderat vorgestellt. Dabei kann abgeklärt werden, welche Schwerpunkte aus der Themensammlung bereits von den Gemeindereferenten bearbeitet oder demnächst angegangen werden und damit die Schwerpunktsetzung für die Tätigkeit der Arbeitsgruppe „Gesunde Gemeinde“ erleichtert werden. Dann soll die Kernarbeitsgruppe um all jene Bürger, Bürgerinnen, Vereinsvertreter und -vertreterinnen erweitert werden, die an der Schwerpunktsetzung für das Projekt mitgestalten und an seiner Realisierung mitarbeiten wollen.

Gesunde Menschen in einer gesunden Gemeinde
Die Gesundheit ist des Menschen höchstes Gut.Jede/r einzelne ist selbst dafür verantwortlich, sich gesund zu erhalten. Dass dies oft Anstrengung und Überwindung bedeutet, weiß jeder von uns: auf Süßigkeiten verzichten, um der Karies vorzubeugen, seine Ernährung umzustellen, um das Gewicht zu senken, sich trotz schlechten Wetters im Freien zu bewegen, sich auch bei Stress Zeit für Erholung und Entspannung zu nehmen, eine belastende Situation zu klären und die Klärung nicht auf die lange Bank zu schieben, usw. Über diesen persönlichen Einsatz für die Gesundheit hinaus, sollte aber auch dort etwas für die Gesundheit getan werden, wo Menschen leben und wohnen: in der Lebenswelt der Gemeinde.
Gesund leben - Gesundheit in Gemeinden fördern
Durch Angebote, die von der Gemeinde gemacht werden, kann das Gesundheitsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger gestärkt und ein Beitrag zum Aufbau eines gesunden Lebensstils geleistet werden. Durch den Einsatz für die Gesundheit auf Gemeindeebene werden die Menschen im Bemühen um ihre Gesundheit unterstützt. Die Erfahrung und die Forschung zeigen, dass sich beide Ansätze ergänzen und gemeinsam eine bessere Wirkung erzielen. Wenn Gemeinden darüber hinaus versuchen für die Gesundheit förderliche Verhältnisse zu schaffen, dann stellt dies einen weiteren positiven Faktor für die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Lebensqualität in der Gemeinde dar.Projekt Gesunde Gemeinde
Gesundheit in Gemeinden zu fördern, stellt in Südtirol eine Neuheit dar. Die vor zwei Jahren von der Autonomen Provinz Bozen gegründete Stiftung Vital hat sich unter anderem das Ziel gesetzt, die kommunale Gesundheitsförderung bekannt zu machen und in Südtiroler Gemeinden umzusetzen. Dazu hat sie das Projekt Gesunde Gemeinde konzipiert und setzt es seit ihrem Bestehen in drei Pilotgemeinden (Plaus, Kurtatsch und Bruneck) und weiteren Gemeinden (Lana, Ulten und Latsch) um.
Sand in Taufers startet durch
Als erste Gemeinde in Südtirol stellte Sand in Taufers am 23. April 2008 ihr Agenda 21 Projekt der Öffentlichkeit vor.Das ambitionierte Vorhaben umfasst drei Säulen: Die Gemeinde soll zu einer Energiegemeinde werden, die im öffentlichen und privaten Bereich auf sichere, umweltfreundliche und erneuerbare Energie setzt und damit Modellgemeinde für den verantwortungsvollen Umgang mit Energie wird.
Das zweite Entwicklungsfeld wird im Gesundheits- und Sozialbereich definiert. Sand in Taufers wird gemeinsam mit der Stiftung Vital verschiedene Projekte durchführen und sich dafür einsetzen, dass die Bürgerinnen und Bürger die Verantwortung für ihre Gesundheit eigenverantwortlich übernehmen können. Umsetzung finden sollen Programme zur kommunalen und betrieblichen Gesundheitsförderung genauso wie Aktionen im Bereich Ernährung und Bewegung. Als dritte Säule im Projekt will sich Sand in Taufers für nachhaltige Standort:entwicklung einsetzen. Innovativ ist an diesem Vorhaben, dass die Aspekte Umwelt und Gesundheit in ihrer gegenseitigen Beeinflussung gesehen werden und somit das oft vernachlässigte Zusammenspiel dieser beiden Faktoren Beachtung und Bearbeitung findet. Die Bedeutung und die Innovationskraft des Projektvorhabens wurden in der Kick-off-Veranstaltung von Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder, sowie von den Landesräten Dr. Richard Theiner und Dr. Michl Laimer unterstrichen. Sie wünschten Bürgermeister Helmuth Innerbichler und allen am Projekt Beteiligten gute Arbeit und nachhaltigen Erfolg.

Gesunde Gemeinde für Sand in Taufers
Sand in Taufers ist ständig bemüht, vernetzte Projekte nachhaltig zu entwickeln und zu verfolgen. Mit diesem Projekt „Gesunde Gemeinde“ will die Gemeindeverwaltung von Sand in Taufers das körperliche, geistige und soziale Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürger der stetig wachsenden Gemeinde unterstützen und steigern.Gesunde Gemeinde Sand in Taufers
Die Gemeinde Sand in Taufers hat nach Gesprächen mit der Stiftung Vital in der Gemeinderatssitzung am 10. Juni 2008 beschlossen, das Projekt Gesunde Gemeinde umzusetzen. Als erster Schritt wird den Bürgerinnen und Bürgern das Projekt in den nächsten Wochen vorgestellt und gemeinsam mit Ihnen erhoben, wie es um die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Lebensqualität in Sand in Taufers steht. Dabei werden sowohl positive Aspekte als auch Wünsche für Verbesserungen und Veränderungen gesammelt. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern soll dann in Arbeitsgruppen an den gesammelten Themen gearbeitet werden. Die Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger ist in der Gesunden Gemeinde also von zentraler Bedeutung. Die Bevölkerung selbst bestimmt über die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Lebensqualität in der Gemeinde und setzen sich gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen für ihre Verbesserung ein.
Mit der Leitung des Projektes wurde die Gemeindereferentin Frau Dr. Petra Thaler beauftragt. Sie wird mit einer Arbeitsgruppe die Arbeitsschritte des Projektes in Zusammenarbeit mit der Stiftung Vital planen und definieren. Die gesamte Bevölkerung von Sand in Taufers soll mit Ideen und Vorschlägen in das Projekt miteingebunden werden, damit das Konzept in der Umsetzung auf hohe Akzeptanz stößt.

Dr. Martina Vieider