Osteoporose: Rechtzeitig vorbeugen ist das Um und Auf
Stiftung Vital startet eine Aufklärungskampagne gemeinsam mit dem Sanitätsbetrieb, KVW, UPAD und HausärztenIn Europa ist Osteoporose die dritthäufigste Erkrankung nach Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs. Durch regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung kann dieser Krankheit wirksam vorgebeugt werden. Eine Aufklärungskampagne, die am 18. Oktober 2011 von der Stiftung Vital vorgestellt wurde, soll möglichst viele Menschen in Südtirol darüber informieren, was man gegen Osteoporose tun kann.
Das größte Problem bei der Osteoporose ist das große Informationsdefizit hinsichtlich der Möglichkeiten der Vorsorge, aber auch der richtigen Behandlung: „Man muss sich vorstellen, dass laut einer Studie von Procter & Gamble Pharmaceuticals bis zu 80 Prozent aller Patient/-innen mit erhöhtem Osteoporoserisiko nie darauf untersucht werden, aber die Zahl der Erkrankten nimmt weiter zu, natürlich auch, weil wir immer älter werden“, betonte Gesundheitslandesrat Richard Theiner heute im Rahmen einer Pressekonferenz zur Osteoporose. Viele suchen den Arzt erst spät auf, da die Erkrankung schleichend verläuft und der Knochen ständig dünner wird, ohne dass man es merkt.
Die Aufklärungskampagne
Eine Aufklärungskampagne soll dem Informationsdefizit über die Risiken von Osteoporose nun Abhilfe schaffen. Durchgeführt wird die Aufklärungskampagne von der Stiftung Vital in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb, dem Katholischen Verband der Werktätigen (KVW), der italienischen Weiterbildungseinrichtung UPAD und den Hausärzten. „Bei der Aufklärungskampagne geht es im Wesentlichen darum, darauf aufmerksam zu machen, dass jeder etwas gegen Osteoporose tun kann“, unterstreicht Florian Zerzer, Präsident der Stiftung Vital. „Die Hausärzte spielen eine wichtige Rolle in der Vorsorge, Diagnose und Beratung, da sie die erste Anlaufstelle in der medizinischen Versorgung sind“, so Zerzer.Immerhin ist ab dem 50. Lebensjahr jede dritte Frau und jeder fünfte Mann davon betroffen. Besonders Frauen leiden unter Osteoporose: Eine von vier Frauen über 60 erleidet einen Wirbelkörpereinbruch durch Osteoporose. Das Risiko von Oberschenkel-, Hüft- und Wirbelfrakturen liegt in diesem Alter bei 40 Prozent, gleich jenem der Herzkreislauferkrankungen.
Die gute Nachricht: Dem Knochenschwund kann wirksam vorgebeugt werden. Wichtig für die Knochengesundheit ist die ausreichende Zufuhr von Kalzium und Vitamin D. Zudem ist regelmäßige Bewegung in der Sonne das Um und Auf für starke Knochen, da die Haut das Vitamin D nur durch Sonnenlicht bilden kann. Was jeder tun kann, um der Osteoporose vorzubeugen, erklären Fachärzte in einer Vortragsreihe, die von der Stiftung Vital in Zusammenarbeit mit dem KVW und der UPAD landesweit durchgeführt wird. An diese Vorträge ist auch die Gründung von Bewegungsgruppen gekoppelt, die ein konkretes Angebot für alle sind, die sich regelmäßig bewegen möchten. Interessierte, die eine Bewegungsgruppe gründen oder in ihrer Ortschaft einen Vortrag zu diesem Thema haben möchten, können sich an die Stiftung Vital wenden.
Bei der heutigen Pressekonferenz vorgestellt wurde auch eine neue, von der Stiftung Vital herausgegebenen Broschüre mit vielen Tipps zur richtigen Ernährung und Bewegung. „Ein gesunder Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung und gezielter, regelmäßiger Bewegung ist die beste Prävention“, so Prof. Dr. Christian Wiedermann, der die Kampagne wissenschaftlich und organisatorisch unterstützt. Die Broschüre ist Teil der Informationskampagne und wird bei den Vorträgen sowie über die Hausärzte verteilt. Die Broschüre kann auch auf der Homepage des KVW, UPAD und unter www.stiftungvital.it heruntergeladen werden. Hier gibt es weitere Informationen über die landesweite Vortragsreihe.
Aufklärungskampagne zu Osteoporose
Was ist Osteoporose und wie können Sie Osteoporose aktiv vorbeugen?
Was ist Osteoporose und wie können Sie Osteoporose aktiv vorbeugen?
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Martin Parigger

